SEO, GEO, AI und andere Internetbegriffe: Was braucht Dein Unternehmen wirklich?
SEO, GEO, KI und Agentic Search klingen kompliziert. Für kleine Unternehmen zählen aber vor allem klare Informationen und eine zuverlässige Online-Präsenz.
Wenn Du ein kleines Unternehmen führst, bekommst Du irgendwann das Gefühl, dass Du neben Deinem eigentlichen Beruf noch einen zweiten lernen sollst.
Plötzlich sollst Du etwas über SEO wissen.
Dann kommt AI.
Dann GEO.
Dann Agentic Search.
Und wahrscheinlich steht schon der nächste Begriff irgendwo bereit.
Wenn Du Friseur bist, Masseurin, Fahrlehrer, Personal Trainer oder einen kleinen lokalen Betrieb führst, ist meine Meinung dazu ziemlich einfach:
Du musst die meisten dieser Begriffe nicht im Detail verstehen.
Es ist sinnvoll zu wissen, worum es ungefähr geht. Aber Du musst daraus kein Hobby machen.
Deine Aufgabe ist es, Dein Unternehmen gut zu führen. Die Technik sollte Dir dabei helfen und nicht dafür sorgen, dass Du jeden zweiten Monat einen neuen Kurs machen musst.
SEO: Google soll verstehen, was Du machst
SEO steht für „Search Engine Optimization“, also Suchmaschinenoptimierung.
Das klingt komplizierter, als es im Alltag sein muss.
Im Grunde geht es darum, Google dabei zu helfen, Dein Unternehmen richtig zu verstehen.
Wenn Du beispielsweise einen Barbershop in Graz betreibst, sollte Google erkennen können, dass Du ein Barbershop in Graz bist, welche Leistungen Du anbietest, wo Du Dich befindest und wann Du geöffnet hast.
Wenn dann jemand nach einem Barbershop in der Umgebung sucht, kann Google besser einschätzen, ob Dein Betrieb relevant ist.
Dafür helfen zum Beispiel klare Informationen auf Deiner Website, ein ordentlich gepflegtes Google-Unternehmensprofil, richtige Öffnungszeiten und verständliche Beschreibungen Deiner Leistungen.
Musst Du SEO verstehen?
Ein bisschen. Aber nicht viel.
Du solltest wissen, dass Google klare und aktuelle Informationen braucht. Du musst aber nicht lernen, wie Suchalgorithmen funktionieren oder jede technische SEO-Regel kennen.
Wenn jemand für Dich eine Website oder Online-Präsenz baut, sollte das dort vernünftig berücksichtigt werden.
Du solltest Deinen Kunden die Haare schneiden.
Nicht Deinen Feierabend mit SEO-Foren verbringen.
GEO: Auch KI-Systeme sollen verstehen, was Du anbietest
GEO ist ein neuerer Begriff und steht meistens für „Generative Engine Optimization“.
Der Name klingt wieder beeindruckender als die eigentliche Idee.
Menschen suchen zunehmend nicht nur direkt bei Google, sondern stellen Fragen an Systeme wie ChatGPT, Gemini oder andere KI-Assistenten.
Zum Beispiel:
„Ich brauche nächste Woche einen Friseur in meiner Nähe, der auch Bartpflege anbietet.“
Damit solche Systeme Dein Unternehmen sinnvoll berücksichtigen können, müssen auch sie verstehen können, was Du anbietest.
Das Grundprinzip ist deshalb gar nicht so anders als bei SEO.
Klare Informationen helfen.
Was machst Du?
Wo bist Du?
Was kostet es?
Wann bist Du verfügbar?
Welche Leistungen bietest Du an?
Je eindeutiger diese Informationen online vorhanden sind, desto leichter können verschiedene Systeme Dein Unternehmen verstehen.
Musst Du GEO verstehen?
Wahrscheinlich nicht.
Du solltest lediglich wissen, dass nicht mehr ausschließlich klassische Suchmaschinen Informationen über Unternehmen lesen.
Wie man diese Informationen technisch aufbereitet, sollte normalerweise nicht Deine Aufgabe sein.
AI: Software, die Informationen verstehen und erzeugen kann
Bei AI, auf Deutsch KI, wird es schnell besonders unübersichtlich, weil der Begriff inzwischen für fast alles verwendet wird.
Für einen kleinen Betrieb reicht eine sehr einfache Erklärung:
KI-Systeme können Informationen lesen, Zusammenhänge erkennen und daraus neue Antworten erzeugen.
Du fragst zum Beispiel:
„Welche Massagearten eignen sich für jemanden, der viel am Schreibtisch sitzt?“
Ein KI-System versucht darauf eine passende Antwort zu geben.
Oder Du sagst:
„Finde mir einen Personal Trainer in meiner Gegend, der am Samstag Termine hat.“
Damit wird KI zunehmend auch für lokale Unternehmen interessant.
Nicht unbedingt, weil Du selbst KI verwenden musst, sondern weil Deine Kunden sie verwenden könnten.
Musst Du AI verstehen?
Nein, jedenfalls nicht technisch.
Du musst nicht wissen, wie ein Sprachmodell funktioniert.
Es reicht zu verstehen, dass Menschen Informationen über Unternehmen künftig auf andere Weise suchen werden als bisher.
Deine Aufgabe bleibt trotzdem dieselbe: gute, klare und aktuelle Informationen über Deinen Betrieb bereitzustellen.
Agentic Search: Wenn die Software nicht nur sucht, sondern etwas erledigt
Hier wird es meiner Meinung nach tatsächlich interessant.
Bisher funktioniert Online-Suche meistens so:
Du fragst etwas.
Die Software zeigt Dir Informationen.
Du klickst weiter.
Du öffnest eine Website.
Du suchst einen freien Termin.
Du füllst ein Formular aus.
Agentische Systeme versuchen einen Schritt weiterzugehen.
Statt nur zu sagen:
„Hier sind drei Friseure in Deiner Nähe.“
könnte ein Assistent irgendwann auch sagen:
„Am Dienstag um 14 Uhr ist bei diesem Friseur ein Termin frei. Soll ich ihn buchen?“
Wenn Du zustimmst, wird die Buchung tatsächlich durchgeführt.
Die Software liefert also nicht nur Informationen, sondern kann auch eine Handlung für den Benutzer ausführen.
Das ist ein ziemlich großer Unterschied.
Musst Du Agentic Search verstehen?
Eigentlich auch nicht.
Du musst nicht wissen, wie die technischen Standards dahinter funktionieren.
Aber es ist sinnvoll zu verstehen, wohin sich das Internet bewegt.
Heute klickt ein Kunde auf Deinen „Termin buchen“-Button.
Morgen sagt er vielleicht einfach:
„Buche mir nächste Woche wieder einen Termin bei meinem Friseur.“
Und der Assistent erledigt den Rest.
Was bedeutet das alles für Deinen Betrieb?
Wahrscheinlich viel weniger, als die ganzen neuen Begriffe vermuten lassen.
Du brauchst weiterhin dieselben grundlegenden Dinge.
Dein Name sollte klar sein.
Deine Leistungen sollten verständlich beschrieben sein.
Dein Standort oder Einsatzgebiet sollte stimmen.
Deine Öffnungszeiten sollten aktuell sein.
Deine Preise sollten, wenn möglich, einfach auffindbar sein.
Und wenn Kunden bei Dir Termine buchen können, sollte auch dieser Prozess klar und zuverlässig funktionieren.
Das sind keine neuen Anforderungen.
Es sind dieselben Informationen, die Deine Kunden schon immer gebraucht haben.
Der Unterschied ist nur, dass heute nicht mehr ausschließlich Menschen Deine Website lesen.
Google liest sie.
Andere Suchsysteme lesen sie.
KI-Systeme können sie lesen.
Und künftig können manche dieser Systeme vielleicht sogar direkt mit Deiner Buchungsseite arbeiten.
Du musst nicht „gut in Internet“ werden
Ich glaube, genau hier wird kleinen Unternehmen oft unnötig Angst gemacht.
Plötzlich heißt es:
Du brauchst SEO.
Du brauchst Social Media.
Du brauchst AI.
Du musst für ChatGPT optimieren.
Du brauchst Automatisierung.
Du brauchst irgendwelche neuen Tools.
Vielleicht brauchst Du manches davon.
Vielleicht auch nicht.
Ein Friseur mit einem guten Kundenstamm muss nicht jeden neuen Internettrend verfolgen. Ein Fahrlehrer muss nicht verstehen, wie große Sprachmodelle funktionieren. Eine Masseurin sollte nicht ihren Sonntag damit verbringen, Artikel über Suchmaschinenoptimierung zu lesen.
Was sie brauchen, ist eine Online-Präsenz, die vernünftig aufgebaut ist und sich möglichst wenig wie zusätzliche Arbeit anfühlt.
Wo bnod dabei ins Bild passt
Das ist auch ein Grund, warum ich bnod nicht nur als Buchungskalender sehe.
Wenn Du Deinen Betrieb dort einrichtest, hinterlegst Du ohnehin die Informationen, die online wichtig sind: Deine Leistungen, Preise, Verfügbarkeit, Standort und andere grundlegende Angaben.
Diese Informationen können dann nicht nur dem Menschen helfen, der Deine Buchungsseite besucht. Sie können auch so strukturiert werden, dass andere Systeme besser verstehen, was Dein Unternehmen anbietet.
Und beim Thema agentische Systeme wird es noch interessanter.
Eine Buchungsseite kann nicht nur sagen, dass Du dienstags geöffnet hast. Sie kann tatsächlich wissen, ob Dienstag um 14 Uhr ein Termin frei ist und eine Buchung entgegennehmen.
Damit wird aus einer einfachen Information eine echte Aktion.
Für Dich als Unternehmer sollte sich das trotzdem nicht kompliziert anfühlen.
Du trägst Deine Leistungen und Zeiten ein.
Der Rest sollte möglichst im Hintergrund passieren.
Das Internet darf komplizierter werden, ohne dass Dein Arbeitstag komplizierter wird
Das ist für mich eigentlich der wichtigste Punkt.
Das Internet wird sich weiter verändern.
Es wird neue Suchmaschinen geben.
Neue KI-Systeme.
Neue Begriffe.
Neue Möglichkeiten, wie Menschen Unternehmen finden und Termine buchen.
Du wirst nicht jede davon verstehen müssen.
Und ehrlich gesagt solltest Du das auch gar nicht müssen.
Wenn Du einen Salon führst, solltest Du Dich um Deinen Salon kümmern können.
Wenn Du Trainer bist, solltest Du Dich um Deine Kunden kümmern.
Wenn Du Fahrlehrer bist, solltest Du Fahrstunden geben.
Die Technik im Hintergrund darf kompliziert sein.
Für Dich sollte sie einfach funktionieren.
Du musst nicht lernen, wie das ganze Internet funktioniert.
Deine Online-Präsenz sollte einfach dafür sorgen, dass Menschen und zunehmend auch Software verstehen:
Wer Du bist, was Du anbietest und wie man bei Dir einen Termin bekommt.
Mehr musst Du darüber eigentlich nicht wissen.